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Firmengeschichte



Rösttrommel und Zeltplane
Vorgeschichte, Rahmenbedingungen, Gründungsphase
bis 1886


1510 Die Geschichte der Familie Weyermann lässt sich bis in das Jahr 1510 zurückverfolgen: Das im Staatsarchiv Bamberg verwahrte Immunitätenbuch von 1510 enthält mit der Erwähnung einer „Barbara Weyermenin“ den ältesten Beleg für den Namen Weyermann in der Stadtgemeinde von Bamberg.



1600 Seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert sind Mitglieder der Familie Weyermann als Fischer und dann als Schiffer auf Main und Regnitz belegt. Bambergs malerischer Stadtteil „Klein Venedig“ ist dabei über Jahrhunderte ihre Heimat.



1706 Geistiger Bezugsort der Familie Weyermann ist die im 14. Jahrhundert erbaute Kirche der Oberen Pfarre in Bamberg. In den Kirchenbüchern der Pfarrei „Unsere liebe Frau“ finden sich zahlreiche Eintragungen von Familienmitgliedern. So heiratet etwa der Fischer Johann Pancratz Weyermann am 26. April 1706 die Fischerstocher Anna Barbara Strüpf.



1776 Balthasar Weyermann, Schiffermeister und Vater von Michael Weyermann, wird am 25. März 1776 in Bamberg geboren.



1817 Der Namensgeber der Unternehmens, Michael Weyermann, erblickt am 5. Februar 1817 im Haus Fischerei Nr. 17 in Bamberg als viertes von fünf Kindern der Eheleute Balthasar Weyermann (1776-1867) und Kunigunde Weyermann, geb. Weber (1782-1856) das Licht der Welt. Er wird ebenso wie sein Vater Balthasar Weyermann Schiffermeister, erweitert das Speditions- und Transportgeschäft der Rangschifffahrt um eine ertragreiche Getreidehandlung. Er stirbt am 14. Juni 1873.



1818 Bierbrauen in Bamberg: Der „Bierkieser“ Johann Albert Seifert zählt in seinem Taschenbüchlein über das Bamberger Bier für das Jahr 1818 allein in der Stadt Bamberg 65 Braustätten und belegt damit die Bedeutung, die das Lebensmittel Bier damals hatte.

Doch die Tradition des Bierbrauens in Bamberg reicht viel weiter zurück. So wurde beispielsweise in den Klostermauern auf dem Bamberger Michaelsberg nachweislich schon 1122 Bier gebraut, und zwar über 800 Jahre, bis der Braubetrieb schließlich 1969 eingestellt wurde. Heute ist dort das Fränkische Brauereimuseum zu besichtigen.

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1819 Etliche Mitglieder der Familie Weyermann sind in den Jahren 1819-1850 als Rangschiffer tätig, so etwa Adam, Christoph, Franz Josef, Balthasar, Johann, Franz, Mathäus und Michael Weyermann.

Rangschiffer genießen hohes Ansehen in Bamberg. Nur sie besitzen das Privileg, zu festgelegten Zeiten mit ihren Schiffen, sog. Schelchen, Main abwärts gelegene Städte wie Würzburg, Frankfurt am Main, Mainz oder Köln anzufahren und Waren von und nach Bamberg zu transportieren. Die Gilde der Bamberger Rangschiffer ist auf 15 Mitglieder beschränkt.

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1830 Zu Beginn der 1830er Jahre wird Bamberg der führende Umschlagplatz für fränkischen Hopfen. Der Hopfenhandel in Bamberg, fast ausschließlich von jüdischen Familien betrieben, entwickelt sich zu einem Exportgeschäfts großen Stils. Zwischen 1850 und 1889 entstehen mehr als 50 Hopfenlager mit Schwefeldarren sowie Trocken, Füll- und Ladeanlagen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zählt man über 100 Firmen.

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1848 Michael Weyermann heiratet am 20. Februar 1848 Anna Margarethe Bausback, die Tochter eines Schmiedemeisters. Aus der Ehe der beiden geht 1849 ein erstes Kind hervor: Maria Kunigunda. Sie vollendet jedoch nicht einmal ihr erstes Lebensjahr und stirbt bereits im April 1850. Ein zweites Mädchen wird dem Paar am 21. Dezember 1850 geschenkt: Auch sie trägt den Namen Maria Kunigunda.




1853 Michaels Sohn Johann Baptist, der Gründer des heutigen Unternehmens, wird am 18. Dezember 1853 im Haus „Fischerei Nr. 17“ als viertes von sieben Kindern geboren.



1867 Balthasar Weyermann, Vater von Michael und Opa von Johann Baptist, stirbt im Alter von 91 Jahren am 13. August 1867.



1871 Gründung des Deutschen Reiches: Wilhelm I. wird zum Deutschen Kaiser proklamiert. Im Frieden von Frankfurt verpflichtet sich Frankreich zur Zahlung von 5 Mrd. Goldfrancs als Kriegsentschädigung. Im gesamten Deutschen Reich beginnt eine Welle von Firmenneugründungen - Gründerzeit.

Mit der Reichsgründung wird die bereits 1869 gewährte Gewerbefreiheit vollständig wirksam. Dies bedeutet, dass nun jedermann ein Gewerbe eröffnen kann, ohne dass etwa eine Zunftzugehörigkeit nötig ist. Dies war die entscheidende Rahmenbedingung für Johann Baptist Weyermanns mutigen Schritt in die Malzbranche.



1873 Michael Weyermann, Getreidehändler und Schiffermeister, stirbt am 14. Juni 1873. Nach dem Tod seines Vaters erbt Johann Baptist die Getreidehandlung und führt sie erfolgreich weiter.




1875 Johann Baptist Weyermann verlobt sich mit Anna Sabina Sippel, der Tochter des Bamberger Stadtapothekers und Magistratsrats Friedrich Sippel. Die Hochzeit von Johann Baptist mit Anna Sabina Sippel findet im folgenden Jahr am 29. Mai statt. Sabines Familie ist eine hoch angesehene Familie in Bamberg. Bereits seit mehr als 100 Jahren besitzen sie die Einhornapotheke in der Stadtmitte am Grünen Markt.


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1875 Im Zuge der Vereinheitlichung des Wirtschaftsrechts im Deutschen Reich tritt 1875 das Deutsche Markenschutzgesetz in Kraft. Ihm folgt 1877 das Reichspatentgesetz. Beide Gesetze spielen bis heute eine wichtige Rolle für die Herausbildung und Etablierung von Markennamen und den Schutz von Produktionsverfahren. In besonderer Weise gilt das für die Traditionsmarken aus dem Hause Weyermann.




1878 In diesem Jahr wird Johann Baptist und Sabine eine Tochter geschenkt, Eva Margarete. Sie heiratet 1898 den Direktor des Bamberger Krankenhauses, Dr. Max Jungengel. Aus dieser Ehe gehen zwei Töchter hervor: Irma, geboren 1900, und Martha, geboren 1903. Die Familie wohnt im Staub’schen Haus in der Unteren Sandstrasse, das jetzt u.a. das Marionettentheater Loose beheimatet.





1879 Die Gründung des Unternehmens lässt sich auf den 4. Oktober 1879 datieren, als Johann Baptist mit der Übernahme des renommierten Firmennamens der Getreidehandlung seines Vaters Michael eine Malzrösterei im Anwesen seiner Schwiegereltern in der Laurenzistraße 28 am Kaulberg errichtet. Unter dem Firmennamen „Mich. Weyermann’s Malzkaffee Fabrik“ produziert Johann Baptist Malzkaffee und verschiedene Sorten Fruchtkaffee. Die „Produktionsanlage“ besteht aus einer kleinen Rösttrommel unter einer Zeltplane. Johann Baptist beschäftigt hier zunächst einen Arbeiter, Hans Späth. Bamberg hat zu diesem Zeitpunkt 26.951 Einwohner.

Da das Unternehmen über keine eigenen Möglichkeiten zur Keimung von Getreide verfügt, wird zuerst nur unvermälztes Getreide gebrannt. Schon bald werden am Oberen Stephansberg Keller zum Keimen des Getreides hinzu gepachtet.

Der Produktionsort in der Laurenzistraße steht unter einem guten Omen, denn der Hl. Laurentius von Rom starb im Jahr 258 den Märtyrertod auf einem glühenden Rost. Laurentius gilt neben dem Hl. Gambrinus als Schutzpatron der Mälzer. Sein Gedenktag ist der 10. August.

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1880 Rudolf Weyermann, Sohn von Johann Baptist, wird am 7. September 1880 in Bamberg geboren. Nach dem Schulbesuch absolviert er eine kaufmännische Lehre beim renommierten Bankhaus A. E. Wassermann in Bamberg und studiert nach einigen Praktika bei verschiedenen Brauereien an der damaligen Akademie für Landwirtschaft und Brauerei in Weihenstephan. Rudolf heiratet 1916 Adele Ankenbrand, Tochter einer angesehenen Unternehmerfamilie aus dem nahe gelegenen Eltmann am Main.


 
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