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Firmengeschichte



Erfolgreiche Jahre
Aufbau und Ausbau der Spezialmalzfabrik
1887 - 1913


1887 Der Erfolg der jungen Firma ist unaufhaltsam. 1887 gibt man dem der Familie Weyermann eng verbundenen Architekten Gustav Haeberle den Auftrag zu einer Farbmalzbrennerei noch am ursprünglichen Produktionsstandort in der Laurenzistraße 28.



1888 Der stetige Erfolg des jungen Unternehmens bei der Herstellung von Malzprodukten erfordert größere Produktionsanlagen. Johann Baptist erwirbt im Frühjahr 1888 Grund und Boden jenseits der Bahnlinie und beschließt den schrittweisen Aufbau einer Spezialmalzfabrik am neuen Standort Memmelsdorfer Straße / Brennerstraße unter Federführung von Architekt Gustav Haeberle (1853-1930), seinem Schwager. Hier sollte die modernste Mälzerei der Zeit entstehen.

Die Memmelsdorfer Straße existiert zu dieser Zeit nur als Feldweg, die Zufahrt zur Firma muss in Eigeninitiative angelegt werden. Zunächst werden Lagerhäuser für Gerste entlang der Bahnlinie gebaut, ebenso ein Kontorgebäude sowie eine Brennerei für die Farb- und Caramelmalze.

Die Jahre ab 1888 sind eine Periode intensiver Bautätigkeit. Dem Bau der ersten Lager- und Kontorgebäude schließt sich in rascher Folge der Bau der Alten Brennerei, des Alten Maschinen- und Kesselhauses und vieler weiterer Gebäude an. 1897 wird die Neue Farbmalzbrennerei realisiert und 1904 das große Gebäude der Pneumatischen Mälzerei, das noch heute prägend für Gesamtbild des Unternehmens ist.

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1888 Am 25. September 1888 erblickt Rudolf Weyermanns Bruder Carl das Licht der Welt. Nach einigen Praktika bei Brauereien studiert er 1910/11 an der Brauerschule der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei (VLB) / Institut für Gärungsgewerbe in Berlin.



1890 Die Fabrikationsanlagen vergrößern sich ständig: Stall, Kutscherwohnung und Fabrikkantine werden angebaut. Für die Planung zeichnet wieder Architekt Gustav Haeberle verantwortlich.

Bamberg hat zu diesem Zeitpunkt 35.815 Einwohner: 30.000 Katholiken, 4.500 Protestanten und 1.300 Juden.



1891 Schon wieder ist die Produktion zu klein: Die Farbmalzbrennerei entlang der Bahnlinie wird angebaut. Man vergisst jedoch nicht, auch die Arbeiter an der positiven Entwicklung des Geschäftsganges teilhaben zu lassen: So werden ein Badehaus sowie ein Arbeiterschlafsaal errichtet. Das Bad gliedert sich in ein Bad für Angestellte und Arbeiter.



1892 Die 1883 unter der Planung von Gustav Haeberle errichtete und 1892 niedergebrannte Villa Trautheim in der Laurenzistraße, das Zuhause von Johann Baptists Schwiegereltern, wird wieder aufgebaut. In der Brennerstraße hingegen wird weiter investiert: Maschinen- und Kesselhaus werden gebaut.

Eine „Arbeitsordnung“ wird ausgegeben, die die Pflichten der Belegschaft des stetig wachsenden Unternehmens regelt.



1892 Die 1883 unter der Planung von Gustav Haeberle errichtete und 1892 niedergebrannte Villa Trautheim in der Laurenzistraße, das Zuhause von Johann Baptists Schwiegereltern, wird wieder aufgebaut.



1893 Die Farbmalzproduktion wird ein zweites Mal ausgebaut, die Nachfrage nach den Weyermann´schen Produkten steigt und steigt...



1897 Preise und internationale Auszeichnungen bestätigen die hohe Qualität der Malzprodukte aus Bamberg schon vor über 100 Jahren und sind Zeugnis der frühen internationalen Vernetzung des Unternehmens.

Die Produktion hingegen steigert sich unaufhörlich. Noch immer liegen Malztennen und Farbmalzbrenner in entgegengesetzten Richtungen von Bamberg. Johann Baptist Weyermann gibt den Neubau einer Caramel- und Farbmalzrösterei in Auftrag. Noch heute wird in diesen Mauern das hochwertige Weyermann-Röstmalz hergestellt. Der Neubau eines Transmissionskanals geschieht im folgenden Jahr.



1900 Das Neue Maschinenhaus wird im Jahr 1900 errichtet.



1901 Beispiele unternehmerischer Sozialpolitik bei Weyermann: Arbeiterkantine, Küche und moderne sanitäre Einrichtungen.

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1902 Die Diversifikation und Weiterverarbeitung des in den neuen Produktionsanlagen an der Brennerstraße hergestellten Röst- bzw. Farbmalzes führt zur Erfindung des Farbebieres Sinamar®. Johann Baptist lässt sich sein „Verfahren zur Herstellung geschmackloser Farbmalz-Abkochungen und -Maischen oder concentrirter Extrakte aus Farbmalz zwecks Bereitung dunkler Biere und Färbebiere“ per Kaiserlichem Patent am 16. Januar 1902 patentieren.

Zwischen 1877 und 1918 werden aus Bamberg übrigens insgesamt lediglich 10 Patente mit einer Laufzeit von 10 Jahren angemeldet. Johann Baptist ist sich der Bedeutung seiner Innovation bewusst und lässt sich das Herstellungsverfahren für viele Länder patentieren.
Das Weyermann´sche Farbebier wird zunächst bei den Bamberger Brauereien Keesmann und Maisel im Lohnbrauverfahren eingebraut, dann v.a. in der Oberen Königstraße, wo eine Firma „Johann Baptist Weyermann Farbmalzbierbrauerei“ eingerichtet wird.

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1902 Johann Baptist beginnt mit der Planung einer Pneumatischen Mälzerei. Ein Modell dieser Bahn brechenden Innovation samt der Weyermann´schen Produktionsanlagen wird im Deutschen Museum zu sehen sein. Bei Kriegsende fallen Brandbomben auf das Dach des Museums, und die gesamte Brauerabteilung wird ein Raub der Flammen. Sie wird nicht ersetzt...

Das Kontorgebäude fällt der Eisenbahnunterführung zum Opfer, ein neues Kontorgebäude wird an der Brennerstr. 19 gebaut.

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1902 Die „Emmericher Maschinenfabrik & Eisengiesserei G.m.b.H.“ produziert frei stehende Röstmaschinen, mit denen um die Jahrhundertwende bei Mich. Weyermann verschiedene Sorten Farbmalz hergestellt werden.

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1902 Rudolf Weyermann, Sohn von Johann Baptist Weyermann, beginnt sein Studium der Brauereiwissenschaften an der Technischen Universität Freising-Weihenstephan. Er tritt der Landmannschaft Bavaria bei, einer schlagenden Studentenverbindung, die ausschließlich männlichen Brauerstudenten Zutritt gewährt. Diese Studentenverbindung wird er sein Leben lang nicht nur ideell, sondern auch tatkräftig finanziell unterstützen.

Nach ihm werden noch etliche männliche Mitglieder der Weyermann-Familie diese Tradition fortsetzen, so etwa Carl Heinrich Weyermann, genannt Heinz. Seine Tochter Sabine wird später einen Bundesbruder heiraten, Thomas Kraus-Weyermann.

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1903 Da die Produktion von Farbebier in Bayern verboten wird, lagert Johann Baptist diesen lukrativen Produktionsbereich kurzerhand ins preußische „Ausland“ aus und verlegt die in Bamberg in der Oberen Königstraße 21 operierende „Farbebierbrauerei Johann Baptist Weyermann“ nach Potsdam. Unter der Adresse „Am Kanal 4a“ pachtet er von der Brauerfamilie Lamm eine Brauerei, um dort bis 1945 Farbebier zu produzieren.

Der Bau der Bahnunterführung der Memmelsdorfer Straße fällt in dieses Jahr: Alle Proteste gegen die Pläne der Stadt helfen nicht. Die Firma Weyermann ist gezwungen, Ihr Kontorgebäude zu verlegen.

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1904 Grundsteinlegung für die Pneumatische Mälzerei. Mit ihrer Hilfe kann der Vorgang des Keimens in modernen „Galland-Trommeln“ auf dem Gelände selbst vorgenommen und muss nicht mehr an angepachteten Tennen auf dem Stephansberg durchgeführt werden.

Josef Nikolaus Galland (1816-1886), französischer Brauer aus Nancy, ist ein genialer und rastloser Erfinder. Zusammen mit seinem Mitarbeiter Saladin versucht er, die Kastenmälzerei zu verbessern, bevor er sich auf die Trommelmälzerei verlegt. Zusammen mit dem Direktor der Freund´schen Maschinenfabrik in Charlottenburg/Berlin entwickelt er seine am 10. Mai 1884 zum Reichspatent 32.620 angemeldete Erfindung kommerziell fort.

Die erste Aufstellung solcher „Galland-Trommeln“ erfolgte bei der Schultheiß-Brauerei in Berlin-Charlottenburg. Die „Galland-Trommeln“, versehen mit den Verbesserungen der Freund´schen Maschinenfabrik, haben Gallands Namen in Europa bekannt gemacht.

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1904 25-jähriges Jubiläum von Weyermann Malz. In diesem Jahr werden 46.284 dz Malz produziert. Der Ausstoß hatte sich innerhalb von 10 Jahren verdreifacht.

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1905 Rudolf Weyermann tritt mit 25 Jahren nach mehreren Auslandsaufenthalten in Frankreich und England sowie einer kaufmännischen Ausbildung beim Bankhaus A. E. Wassermann in die Firma seines Vaters ein. Sein Studium in Weihenstephan hat er erfolgreich abgeschlossen, den Militärdienst beim Cheveau Leger Regiment in Nürnberg abgedient. Bamberg hat zu diesem Zeitpunkt 45.483 Einwohner.



1906 Bayerische Jubiläums-, Landes-, Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung in Nürnberg: „In einer umfangreichen Ausstellung bietet die Caramel und Farbmalzfabrik Michael Weyermann in Bamberg ein vollkommenes Bild ihrer Leistungsfähigkeit. In schön gruppierten Gläsern und Säcken zeigt sie Pilsner-, Wiener- und Münchner Tennenmalze, Pilsner-, Wiener- und Münchner Trommelmalze, Gerstenmuster, caramelisiertes Malz und dto Farbmalz in verschiedenen Qualitätsabstufungen. Den Wandbau zu beiden Seiten schließt ein junger Gambrinus ab, Schutzmarke der Firma.“

Das Haus Weyermannwird mit der goldenen Preismedaille für vorzügliches Malz, Farb- und Caramelmalz, ferner für vorzüglichen Malzkaffee, hervorragende Leistungsfähigkeit und bedeutende Ausfuhr ausgezeichnet.



1906 Das erfolgreiche Unternehmerpaar Weyermann-Haeberle geht unkonventionelle Wege im sozialen Bereich: Mit Hilfe einer speziellen Finanzierungsform ermöglicht es Bevölkerungsteilen mit wenig Vermögen und geringem Einkommen den Erwerb von Wohnraum. Architekt Haeberle entwirft hierzu die Pläne für die Häuser Brennerstraße 42-64.



1907 Handelsbeziehungen und Vertriebsnetze: Das Hauptbuch von 1907-1910 ist eines der ältesten erhaltenen Dokumente der Buchführung des Unternehmens. Es zeigt, dass die Unternehmensstrategie in den Grundzügen bereits so ausgeprägt ist und das Unternehmen so agiert, wie es das auch heute tut: Stark auf lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Märkten.

Handelsbeziehungen lassen sich u.a. nach Dänemark, Schweden, Norwegen, Frankreich, Belgien, Holland, Luxemburg, in die Schweiz, nach Italien, Spanien und in die USA nachweisen. Tatsächlich waren etliche der heutigen Stammkunden schon vor fast 100 Jahren Abnehmer der Weyermann´schen Spezialmalze.



1908 Carl Weyermann geht zum Studium an die Versuchs- und Lehrbrauerei nach Berlin. Bald tritt er dem Corps Cimbria bei, dem er bis zu dessen Aussterben als treuer Mäzen verbunden bleibt.

In diesem Jahr wird Carapils® als Traditionsmarke aus dem Hause Weyermann beim Kaiserlichen Patentamt angemeldet und eingetragen.

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1911 Architekt Gustav Haeberle (1853-1930) ist der Familie Weyermann durch Heirat eng verbunden. Er vermählte sich mit Maria Kunigunde Weyermann, geb. 1850, einer Schwester des Firmengründers Johann Baptist Weyermann. Haeberle ist bis zu seinem Tod einer der gefragtesten Architekten in Bamberg. Er errichtet in Bamberg u.a. das Palasgebäude auf der Altenburg, viele repräsentative Bürgerhäuser am Kunigundendamm, das heutige Clavius-Gymnasium sowie zahlreiche Fabrikgebäude, darunter die Tabakwarenfabrik Raulino und die Schuhfabrik Manz.

Neben seinen unzähligen Bauaufträgen bleibt Haeberle seinem Freund und Schwager Johann Baptist Weyermann treuer Begleiter der Baumaßnahmen des Familienunternehmens: 1910 wird das noch heute die Anlage prägende Gebäude der Getreideannahme im Stil einer mittelalterlichen Trutzburg gebaut, 1911 folgt eine Darre. Daneben baut er am Laurenziplatz bei Johann Baptist Schwiegereltern Sippel ein Schweizerhäuschen. Über 40 Jahre lang ist Gustav Häberle für die Firma und Familie Weyermann tätig.

34 Brauereien erzeugen im Stadtgebiet Bamberg in diesem Jahr 135.000 Hektoliter Bier, davon werden 14.000 über die bayerische Grenze exportiert.



1912 Johann Baptist Weyermann wird am 1. Januar 1912 der Titel eines Kommerzienrats verliehen. 1916 wird er zum Königlich Bayerischen Kommerzienrat ernannt, und 1917 erhält er aufgrund seines großen Engagements für die bayerische Wirtschaft und das Königreich Bayern den Verdienstorden vom Hl. Michael.



1912 Prinz Ludwig von Bayern, der spätere König Ludwig III. von Bayern, besucht anlässlich der Eröffnung des Bamberger Hafens auch die Firma Weyermann und trägt sich ins Goldene Buch der Firma ein.

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1913 Grundsteinlegung für das von Architekt Gustav Haeberle geplante Verwaltungsgebäude. Das Verwaltungsgebäude der Firma befindet sich bis zu diesem Zeitpunkt im 1902 errichteten Wohnhaus Brennerstr. 19. Im neu errichteten Verwaltungsgebäude werden im ersten Obergeschoss Laborräume eingerichtet. Ab 1924 wohnen Adele und Rudolf Weyermann dort, dann Irma und Rolf Weyermann und schließlich seit 1992 Sabine und Thomas Weyermann.




1913 In Berlin findet im Juni 1913 der XII. Deutsche Braumeister-Tag unter Mitwirkung des Potsdamer Weyermann-Betriebes statt.



1913 Die Firma Mich. Weyermann feiert im August 1913 ihr 25-jähriges Betriebsjubiläum am neuen Standort Memmelsdorfer Straße-Brennerstraße.

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