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Firmengeschichte



Neuanfang und Rückkehr auf den Weltmarkt
Stationen der Unternehmensentwicklung
1945/48 - 1990


1945 Kriegsende! Amerikanische Truppen beschlagnahmen Wohnhaus und Auto von Carl und Fanny Weyermann am Abtsberg, ebenso die Wohnungen von Adele und Rudolf Weyermann sowie von Irma und Rolf Weyermann in der Brennerstraße. Es bleiben zwei Stunden Zeit, um das Nötigste zu packen und bei Nachbarn Unterschlupf zu finden.

Infolge der Entnazifizierung werden Rudolf und Carl Weyermann von der Geschäftsleitung suspendiert. Der langjährige Prokurist der Firma Weyermann, Karl Kalb, wird als Treuhänder eingesetzt. Carl Weyermann wird zum Arbeitsdienst verpflichtet, den er als Schlösserpolierer in der Kofferfirma Metzner ableistet.

Die Malzproduktion erfolgt unter strikter Aufsicht der Besatzungsmacht. Jeder Sack Malz bedarf der Genehmigung. Nach dem Wegfall des gesamten ostzonalen Kundenstamms der Firmen Weyermann durch die Teilung Deutschlands geht das Unternehmen schweren wirtschaftlichen Zeiten entgegen. An Export ist vorläufig nicht zu denken, deshalb wird in der unmittelbaren Nachkriegszeit hauptsächlich das Massenprodukt Pilsner Braumalz hergestellt.

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1945 Der Potsdamer Filialbetrieb wird durch Bomben stark beschädigt. Insbesondere die Schwierigkeiten durch die russische Besatzung machen die Wiederaufnahme der Produktion unmöglich, sodass der Standort letztlich aufgegeben werden muss. 1945 endet damit die über 40-jährige Tradition der Röstmalzbierherstellung in Potsdam. Es gelingt jedoch, die beiden Vakuumkessel unter dem Vorwand der Reparatur nach Bamberg zu überführen.

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1946 Kommerzienrat Rudolf Weyermann, 16. Ehrenbürger der Stadt Bamerg, verstirbt am 6. Mai in der Universitätsklinik Erlangen.



1948 Freude in der Familie Rolf Weyermann: Irma, geb. Beck schenkt nach dem erstgeborenen Sohn Rudo (1943) einem Mädchen, Irmtraut, das Leben. Irmtraut wird später Frank Flämig, ihre Studentenbekanntschaft aus Würzburger Tagen, heiraten. Sie setzt die Tradition ihrer Großeltern väterlicherseits fort und studiert Pharmazie, wie übrigens auch ihre Tochter Caroline.



1948 Die ehemalige „Farbebierbrauerei Johann Baptist Weyermann“, Potsdam wird in Bamberg unter dem Namen „Heinz Weyermann Farbmalzbierbrauerei OHG“ am 12. Mai 1948 neu gegründet und unter schwierigen Bedingungen aufgebaut. Nach der abenteuerlichen Überführung der Vakuumkessel von Potsdam nach Bamberg wird am 1. Oktober 1950 ein neues Steinecker-Sudhaus in Betrieb genommen.

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1948 Die Währungs- und Wirtschaftsreform in den Westzonen und die Aufhebung der Treuhänderschaft bei Mich. Weyermann sind weitere prägende Ereignisse des Jahres 1948.
Heinz Weyermann beginnt nach einer Brauerlehre bei der Hofbräu Bamberg und der Augsburger Hasenbräu das Studium zum Diplom-Ingenieur an der Technischen Universität München Weihenstephan, das er 1951 erfolgreich abschließen wird.

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1948 Das Theater im Weyermannhaus öffnet für zwei Spielzeiten seine Pforten. Der anlässlich des 50. Jubiläums errichtete Festsaal der Firma Weyermann wird zum Theatersaal umfunktioniert. Nachdem das eigentliche Theater der Stadt Bamberg durch Flüchtlingseinquartierungen in einem erbärmlichen Zustand ist, stellt Carl Weyermann dem Bamberger Theaterensemble den Saal zur Verfügung. Durch Kontakte zu bekannten Künstlern seiner Zeit fällt es ihm nicht schwer, hochkarätige Künstler nach Bamberg zu holen (Richard Tauber etc.). Viele Bamberger werden in diesem Saal bei Opern- und Operettenklängen die Schrecken des Krieges und die Not der unmittelbaren Nachkriegzeit für kurze Zeit vergessen. Noch heute erinnern sich viele Bamberger voll Schwärmerei an das Theater im Weyermannhaus.

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1949 Rolf schließt erfolgreich sein Studium in Erlangen ab. Als Diplom-Volkswirt wird er in den kommenden Jahrzehnten als kaufmännischer Leiter zusammen mit seinem Cousin Heinz, dem die technische Leitung obliegt, die Geschicke von Weyermann Malz lenken.



1950 Die in den 50er Jahren eingeführte „Caramalz-Fibel“ informiert Brauer über Verwendung und Wirkung der Weyermann´schen Caramelmalze.

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1951 Heinz Weyermann, Sohn von Fanny und Carl Weyermann, heiratet am 1. September seine Jugendliebe Annemarie Otto. Hochzeitskirche ist die St. Michaelskirche. Erst der Tod von Heinz Weyermann wird die beiden 1985 nach fast 34 glücklichen Ehejahren trennen.



1951 Carl Weyermann verstirbt am 23. Dezember 1951 nach langer Krankheit. Sein Sohn Carl Heinrich, genannt Heinz, übernimmt seinen Anteil an der Firma und tritt mit 26 Jahren als Diplom-Ingenieur in das Familienunternehmen ein und übernimmt die technische Leitung. Der kaufmännische Bereich obliegt seinem Cousin Rolf Weyermann. Es beginnt eine rege Bautätigkeit. In den folgenden 10 Jahren werden die Silokapazitäten erweitert.



1953 Die alte Umtriebigkeit kehrt zurück. Gemäß dem Wahlspruch des Hauses „Sich regen bringt Segen!“ nimmt man eine Reihe von Erweiterungsmaßnahmen in Angriff und beginnt mit der Erweiterung der Firma durch den Siloneubau an der Ecke Brennerstraße/Memmelsdorferstraße (Silo 1). 1954 wird ein weiteres Silo hinzugefügt, 1956 eine neue Gerstenputzerei installiert. 1958 und 1960 werden die Silokapazitäten noch einmal aufgestockt (Silo 4 auf 2.000 t und Silo 2 auf 2.500 t Gerste).



1954 Weyermann Malz feiert 75-jähriges Jubiläum! Die Firmeninhaber Heinz und Rolf Weyermann (3. Generation) begrüßen eine große Zahl von Gästen. Man freut sich, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Nachkriegszeit überwunden zu haben. Zum Dank dafür wird der Tag gebührend begangen: Nach einem Gottesdienst in der St. Ottokirche werden die Gräber der Verstorbenen besucht. Im Anschluss folgt der gesellige Teil. Die Ehrengäste finden im Hotel Bamberger Hof zusammen, die Belegschaft feiert im großen Harmoniesaal, und die Pensionisten werden in den Würzburger Weinstuben bewirtet.

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1955 Geschäftsführungsmitglied Rolf Weyermann wird zum Präsidenten des Bayerischen Mälzerbundes gewählt, später zum Präsidenten des Deutschen Mälzerbundes. Er hat dieses Amt mehr als 25 Jahre inne. 1972 und 1973 ist er zudem Präsident von EUROMALT, dem kontinentalen Dachverband der Mälzereien Europas. Durch sein Verhandlungsgeschick und seine ausgeprägte Kompromissbereitschaft erlebt die bayerische wie die deutsche Malzindustrie eine große Blüte.



1956 Die Seniorchefin des Hauses Weyermann, Adele Weyermann, Frau von Rudolf Weyermann, wird 60. Nach dem Tod ihres Mannes lebt sie sehr zurückgezogen in der Familie. Es gratulieren ihr Schwägerin Fanny Weyermann, Frau von Carl Weyermann, sowie Enkeltochter Irmtraut Weyermann.



1958 Grund zur Freude im Hause Weyermann: Heinz und Annemarie Weyermann wird ein Mädchen geschenkt, das sie aus Dankbarkeit nach der Urgroßmutter Sabine Weyermann, geb. Sippel auf den Namen Sabine Franziska Elisabeth Weyermann taufen. Familienpfarrer Geistlicher Rat Heberlein tauft den neuen Erdenbürger.



1961 Wirtschaftswunder auch bei Weyermann Malz! In den folgenden vier Jahren werden die Darren 1, 2 und 4 von den bestehenden Dreihordendarren in Einhordenhochleistungsdarren mit Kipphorden umgewandelt. Ausführende Firmen sind Steinecker, Freising und Seeger, Stuttgart. 1965 werden das Weichhaus neu gebaut (2 Weichen je 60 t) und die Keimkästen K 6 (65 t), K 7 (75 t) und K 8 (75 t) installiert.



1964 Rolf Weyermann wird zum Präsidenten des Deutschen Mälzerbundes gewählt. Bis 1984 wird er dieses Amt inne haben.



1970 Die große Nachfrage nach Weyermann Pilsner Malz erfordert den Ausbau eines weiteren Keimkastens: K 6 (92 t, Fa. Seeger, Stuttgart). Um dem Umweltgedanken Rechnung zu tragen, wird die bahnseitige Drehscheibe erneuert. Der Versand mit Bahnwaggons ist damit sichergestellt.



1973 Den intensiven Erweiterungen der Produktion erfolgen nun auch Investitionen in die Verladekapazität: Zwei neue Verladesilos (je 25 t, Fa. Eyrich, Hardheim) sichern die rasche Verladung des in ganz Deutschland gefragten Malzes.

Das gesamte Gelände der Malzfabrik Weyermann mit allen Gebäuden wird unter Denkmalschutz gestellt und zum Industrieeinzeldenkmal erklärt.



1974 In diesem Jahr erfolgt die Umstellung des gesamten Mälzereibetriebes auf umweltfreundliches Erdgas.



1975 Der große Siloneubau an der Ecke Memmelsdorferstraße/Brennerstraße mit einem Silovolumen von 5.000 t Gerste ist die nach außen hin am deutlichsten sichtbare Investition der 70er Jahre.




1976 Frank und Irmtraut Flämig, geb. Weyermann, Tochter von Rolf und Irma Weyermann, wird ein Stammhalter geschenkt. Der Tradition der Familie folgend, nennen sie ihn Michael. Ein Jahr später wird der jungen Familie Flämig ein weiteres Kind geschenkt, Caroline, benannt nach einer Ihrer Urgroßmütter. Auch Caroline steht in einer Tradition, indem sie in Heidelberg, genau wie Ihre Mutter und Ihre Urgroßeltern, Pharmazie studiert.



1976 Sabine Weyermann, Tochter von Annemarie und Heinz Weyermann, beginnt 18-jährig ihr Studium zum Dipl.-Ing., das sie 9 Semester später, 1981, erfolgreich abschließen wird. Während dieser Zeit lernt sie ihren späteren Mann, Thomas Kraus, kennen. Die beiden verlieren sich jedoch während ihrer Zweitstudien wieder aus den Augen.



1977 Die Firma ändert Ihre Gesellschaftsform von der KG in eine GmbH & Co KG. Ludwig Popp, Absolvent der VLB Berlin, geboren am 20. Juli 1937, tritt in die Geschäftsführung von Weyermann Malz ein.



1977 Im Hause Weyermann wird die weltweit erste Wärmerückgewinnungsanlage installiert. Sie ermöglicht bei der Malzproduktion die Einsparung von bis zu 30% Energie. Dipl.-Ing. Heinz Weyermann lässt sich dieses Herstellungsverfahren patentieren. Die Darren 1 und 4 werden in diesem Jahr mit Kreuzstromwärmetauschern ausgerüstet, Darre 2 folgt 1979.



1979 100 Jahre Weyermann Malz! Die von Hans Liska gestaltete Jubiläumskarte basiert auf dem berühmten Bild der „Schützenliesl“ von Friedrich August von Kaulbach (1881).



1981 Auf Grund des Nitrosamin-Problematik ist die gesamte Malzbranche gezwungen, auf indirekte Brenner umzustellen. Sämtliche Darren bei Weyermann Malz werden auf gesundheitsschonende indirekte Beheizung umgestellt.



1984 Vom Schul- und Kulturzentrum der Stadt Bamberg wird im Stadtgebiet Bamberg zu Ehren von Dr. h.c. Kommerzienrat Rudolf Weyermann die Weyermannstraße im Stadtteil Gaustadt benannt.
In diesem Jahr findet der Deutsche Mälzertag unter der Präsidentschaft von Rolf Weyermann in Bamberg statt.
Firmenintern wird weiter investiert: Ausbau eines weiteren Keimkasten K2 (120 t = 5 LKW-Ladungen) durch die Firma Hauner, Diespeck.



1985 Heinz Weyermann stirbt noch nicht 60-jährig am 3. August. Sein Tod reißt eine über Jahre nicht zu schließende Lücke in Familie und Firma.

Tochter Sabine übernimmt seinen Anteil und tritt mit abschlossenem Studim als Diplom-Ingenieur Brauwesen in die Geschäftsführung des Familienunternehmens ein. Zusammen mit dem Cousin ihres Vaters, Rolf Weyermann, führt sie die Familienunternehmen in eine erfolgreiche Phase.

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1986 Dank der engagierten Verkaufstätigkeit und der hohen Qualität wächst die Nachfrage nach Spezialmalzen immer weiter. Man entschließt sich, eine weitere, fünfte Rösttrommel (Typ Tornado, Fa. Barth, Ludwigsburg) inkl. thermischer Nachverbrennungsanlage für den Umweltschutz zu installieren. Erweiterte Silokapazitäten für die seperate Lagerung von Röstmalz runden die umfassende Investition ab.



1989 Wieder einmal wird ein Bund fürs Leben geschlossen: Sabine Weyermann heiratet Thomas Kraus (geb. 1957). Die beiden haben sich in ihren ersten Stunden an der Technischen Universität München-Weihenstephan kennen gelernt. Nach dem Studium verlieren Sie sich aus den Augen und treffen sich wieder, als Sabine dem Braumeister der Dortmunder Kronenbrauerei, Thomas Kraus, Malz verkaufen möchte. Sabine wird Thomas Kraus nie Malz verkaufen, bekommt jedoch den wunderschönsten Heiratsantrag, den sie ohne Zögern akzeptiert. Zur großen Freude aller wird dem jungen Paar bald ein Mädchen, Franziska, 1990, geschenkt.

Die Geschäftsleitung bekommt Unterstützung: Thomas Kraus tritt in die Geschäftsführung der Firmen Weyermann ein. Es beginnt eine Zeit intensiver Neuinvestitionen.


 
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